Lavendelöl duftend und praktisch

Lavendelöl Sorten

„Kennst du eines kennst du alle!“ Diesen Spruch kann man auf verschiedene Lavendelölsorten nicht anwenden. Es gibt zahlreiche verschiedene Sorten an Lavendelölen. Diese unterscheiden sich in der Qualität und im Anwendungszweck. Es existieren beispielsweise Lavendel-Arten, die extra für bestimmte Anwendungen angebaut werden. Zwar hört man im Volksmund oft die Behauptung, dass das Öl aus dem echten Lavendel das beste Lavendelöl sei, jedoch verhält es sich hier wie mit den meisten Volks- bzw. Bauernweisheiten: Man sollte Sie nicht für bare Münze nehmen und hinterfragen.

Welches Lavendelöl ist das Beste?

Das Öl des „echten“ Lavendels ist am teuersten und auch am aufwändigsten in seiner Herstellung. Diese zwei Eigenschaften rechtfertigen jedoch nicht, dass es die beste Sorte Lavendelöl ist. Verschiedene Lavendelöle haben unterschiedliche Zusammensetzungen. Also auch unterschiedliche Inhaltsstoffe und Konzentrationen. Die Wirkungen weichen durch diese Unterschiede stark voneinander ab. Anstatt darüber nachzudenken welches Lavendelöl das Beste ist, sollte man sich fragen, wofür man das ätherische Öl überhaupt einsetzen möchte. Jedes Lavendelöl hat seine eigenen Anwendungszwecke, bei denen es zu Recht als das Beste gilt. Es gibt also nur für einen bestimmten Anwendungszweck das am besten geeignetste Lavendelöl.

Qualität

Man sollte immer darauf achten reines Öl zu kaufen. Verdünnte oder gestreckte Mischungen sind zu vermeiden. Eine optimale Reinheit und Zusammensetzung und somit Qualität ist nur bei unverdünntem Öl gegeben. Die folgenden Wachstumsbedingungen verbessern die Qualität des gewonnenen Lavendelöls:
• Wildwachsender natürlicher Anbau,
• benötigtes Klima der jeweiligen Lavendel-Sorte,
• gute Bodenqualität (kein Düngereinsatz!),
• Sorgfalt bei der Destillierung,
• vor Licht geschützte Lagerung (Dunkle Glasflaschen),
• kühle und luftdichte Lagerung,
• Ernte um ca. 12 Uhr mittags bei sonnigem Wetter, anschließende Lagerung im Schatten.
• keine Zugabe von Zusatzstoffen, Fremdstoffen oder Flüssigkeiten.

Echtes Lavendelöl (Lavandula Angustifolia)

Das Öl des echten Lavendelöls ist besonders geeignet zum Entspannen und zur Pflege der Haut. Es existieren verschiedene Qualitätsabstufungen des Öls. Zum einen die wilde bzw. kultivierte Form des Lavendula Vera. Dabei sind die in Höhenlagen wildwachsenden Pflanzen im Vergleich zu Pflanzen aus niederen Anbauregionen oder aus biologischem Anbau von deutlich höherer Qualität. Die Sorte Lavendelöl „Mont Blanc“ wird in niedrigen Lagen angebaut und ist auch von niedrigerer Qualität. Lavendelöl Fein Barreme ist hingegen von vergleichsweise höherer Qualität. Das wildwachsende Lavendel Extra hat durch seine meist hohe Lage in der Provence die besten qualitativen Eigenschaften. Sehr gute Heilqualität!

Speiklavendelöl (Lavandula Latifolia)

Der kultiviert und wildwachsend vorkommende Speiklavendel dient als Grundstoff des Speiklavendelöls (oder auch Spiköls). Angewendet wird dieses ätherische Öl vor allem zur Insektenabwehr. Speiklavendel wächst auf einer Höhe von ca. 600m. Das Öl beinhaltet hohe Anteile an Linalool (bis 50%), 1,5-3 % Linalacetat sowie 1,8-Cineol und hat eine gute Heilqualität!

Schopflavendelöl (Lavandula Stoechas)

Schopflavendelöl ähnelt vom Geruch her sehr stark dem Speiklavendelöl. Dieses Öl wird vor allem zur Behandlung von Entzündungen, Hautkrankheiten und Verunreinigungen der Haut angewendet. Schopflavendel kann vorwiegend in felsigen Regionen am Meer vorgefunden werden.

Wolllavendelöl (Lavandula Lanata)

Wolllavendel kommt in freier Wildbahn (wildwachsend) genauso vor wie kultiviert in heimischen Gärten. Seine Eigenschaften sind ähnlich wie die des Schopflavendels.

Lavandinöl (Lavandula hybrida)

Lavandinöl wird bevorzugt von der Parfum- und Kosmetikindustrie aufgrund seines hohen Ertrags und des angenehmen Dufts verwendet. Leider verfügt der sogenannte Hybridlavendel im Vergleich nur über eine geringe Heilwirkung. Es existieren verschiedene Zuchtsorten von Lavandin: Zum einen Lavandin super, welches dem echten Lavendel am meisten ähnelt und somit einen hohen Estergehalt und eine geringe Cineolkonzentration aufweist. Weiterhin existiert das sogenannte Lavandin abrialis, das sich eher mit dem Öl aus Speiklavendel vergleichen lässt. Lavandin grosso heisst die dritte Sorte der Lavandinöle. Grosso besticht durch seine hohe Ausbeute und bildet ein Kompromiss zwischen Lavandin super und Lavandin abrialis. Im Vergleich zu Öl aus echtem Lavendel verfügen die drei Lavandinöl-Sorten nur über eine geringe Heilwirkung.

2 Kommentare

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